Grimme Medienbildung

3.Mai 2020: Internationaler Tag der Pressefreiheit

Gestaltung: Georg Jorczyk / Grimme-Institut unter Verwendung einer Grafik von OpenClipart-Vectors / pixabay.com

Am 3. Mai ist der Internationale Tag der Pressefreiheit. Anlass genug auch für uns, ein weiteres Mal auf die schwierigen Bedingungen zu verweisen, unter denen – insbesondere – die Nachrichtenpresse an vielen Orten auf der Welt arbeitet. Die aktuelle Corona-Pandemie ist ein so gutes wie beunruhigendes Beispiel dafür, dass wir alle von präzise und verantwortungsvoll recherchierten Informationen abhängig sind. Reporter ohne Grenzen beschreiben in ihrem Jahresbericht bereits zum jetzigen Zeitpunkt die Auswirkungen einer Krise, die erst seit wenigen Monaten auch in das gesellschaftliche Gefüge eingreift: „Regierungen halten Informationen über Ansteckungs- und Todesfälle zurück und versuchen, die Berichterstattung zu manipulieren. Journalistinnen, Journalisten und ihre Redaktionen werden verfolgt oder schikaniert, weil sie unabhängige Informationen verbreiten. Forderungen nach flächendeckender Datenerfassung und nach Strafen für die Verbreitung falscher Informationen werden salonfähig.“ (Der Bericht zur „Pressefreiheit in der Corona-Krise“ findet sich unter www.reporter-ohne-grenzen.de/themen/pressefreiheit-in-der-corona-krise/)

Die Rolle und Arbeit der Presse und ihr Umgang mit der Corona-Pandemie insgesamt werden nach Abflauen der akuten Situation voraussichtlich Gegenstand vieler Studien und Auswertungen sein. Das Gleiche gilt für Reaktionen auf Presse: Wie hat sich der Staat in dieser Zeit in punkto Informationspolitik verhalten, welche Einschätzungen der Pressearbeit kamen aus verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen? Ist auch in diesem Kontext eine „zerfallende Öffentlichkeit“ zu beobachten? Sprich: Welches Fazit kann zur Pressearbeit und Pressefreiheit in Krisenzeiten gezogen werden?

Im Grimme Lab haben wir in den vergangenen Jahren immer wieder einmal Beiträge zur Pressefreiheit veröffentlicht. Bevor auch wir uns mit aktuellen Entwicklungen beschäftigen, möchten wir dazu einladen, in unserem Archiv zu stöbern.